Chronik des Zimmerstutzen-Schützenvereins Ebershausen-Seifertshofen im Jahre 2011

 

Am 22. Januar 1911 gründeten 16 Mitglieder in der Zedelmayerischen Gastwirtschaft, heutige Gaswirtschaft Albrecht, den Zimmerstutzen-Schützenverein Ebershausen.

1. Schützenmeister des Vereins wurde Anton Müller.

Mit zwei Schießständen wurde der Schießbetrieb begonnen.

1922 musste der Verein sein Vereinslokal verlassen, wegen Neubau der Gastwirtschaft.

Die „untere Wirtschaft“ wurde die neu bleibe des Schützenvereines.

Für 460 Mark wurde 1929 eine Vereinsfahne gekauft, die 1930 feierlich mit dem 1. Schützenmeister Jakob Stiegeler eingeweiht wurde.

1945 wurde diese Fahne von den Besatzungstruppen entfernt, und seitdem nie wieder gesehen. 

Die erste Versammlung nach Kriegsende fand dann 1951 statt, geleitet durch Jakob Stiegeler.

Ab 1955 hat dann Johann Lachenmaier das Amt des 1. Schützenmeisters bekleidet, abgelöst 1964 durch Herz Josef.

1969 hat man dann beschlossen, eine neue Vereinsfahne zu kaufen. Diese kostete diesmal 2750.-DM, und konnte durch eine Haussammlung finanziert werden.

Unter dem 1. Schützmeister Markus Mayer wurde 1970 diese Fahne eingeweiht.

1973 tritt dann Heinrich Sauter an die Stelle des 1. Schützenmeisters. Der kurz darauf von Harder Sebastian 1975 abgelöst wird.

Das erste Waldfest konnte dann im Jahre 1982 an der Wegkopfhütte gefeiert werden. Bis 1998 pilgerte man fast jedes Jahr zu diesem Ereignis.

1983 musste der Verein dann die „unter Wirtschaft“ wegen Besitzerwechsel wieder verlassen, und konnte wieder ins Gasthaus Albrecht wechseln.

Hier waren umfangreiche Umbaumaßnahmen notwendig, die aber nach 2 monatigem Umbau mit dem Start des Schießbetriebes abgeschlossen werden konnten.

1. Schützenmeister war damals unser Sebastian Harder, besser bekannt unter „Baste“.

1985 wurde für die Männer, und 1988 für die Frauen eine echt schwäbische bodenständige Tracht gekauft.

Der Schützenverein, begleitet vom Musikverein, nimmt zwei Mal 1985 und 1991 am Trachten und Schützenumzug am Münchner Oktoberfest teil, was mit Sicherheit als einer der Höhepunkte im Vereinsleben aufgezeigt werden kann.

Seit 1986 bietet der Verein alle 2 Jahre einen mehrtägigen Vereinsausflug an, was immer gern von den Mitgliedern angenommen wird. Reiseziele waren z.B: Budapest, Prag, Rom, Berlin und Hamburg. Organisator und Reiseleiter ist unser Fritz Spiegel.

1990 übernimmt dann Johann Dreher die Vereinsführung und wird 1. Schützenmeister.

1994 wird die Abteilung KK gegründet, die in der Schießanlage in Breitenthal ihre Schießen abhält. Abteilungsleiter ist bis heute Max Heiligensetzer.

Anlässlich des 85 jährigen Gründungsjubiläums bekam der Verein das Gauschießen für das Jahr 1996 zugesprochen, das dann auch zu einem großen Erfolg wurde.

Gerne denkt man an den Schießbetrieb, in der Maschinenhalle von Georg Nieder, und an die Festtage im Hof der Sägerei Bonenberger zurück.

Das war die erste große Herausforderung für den 1. Schützenmeister Johann Dreher mit seinem damaligen Schützenmeisteramt, dies waren:

2. Schützenmeister Wilhelm Strobel, 1. Schatzmeisterin Claudia Albrecht, 2. Schatzmeister Peter Lecheler, Schriftführerin Reingard Kubicek, Jugendleiter Sebastian Harder, 1. Beisitzer Georg Reng, 2. Beisitzer Max Heiligensetzer, und 3. Beisitzer Jürgen Riss.

Ab 1998 wurde dann das Waldfest vom Hoffest beim Vereinslokal Albrecht abgelöst. Dies hat sich bis heute, auch dank des weit bekannten „Kesselfleisches“ vom Baste, als gern gesehenes Fest erwiesen.

Im Jahre 2002 wurde dann in einer außerordentlichen Generalversammlung beschlossen, das der Schützenverein im Gasthaus Albrecht bleibt, und keine Planungen für einen Umzug ins neue Feuerwehrhaus verfolgt werden.

Zusätzlich war das Jahr 2002 auch für unsere Schützen ein Höhepunkt. Kerstin Janowsky konnte in der bayrischen Meisterschaft den 2. Platz, und in der deutschen Meisterschaft den 3. Platz erkämpfen.

Ab März 2003 wurden dann zusätzliche 5 Schießstände im 1. Stock des Vereinslokals Albrecht eingebaut, zusätzlich ein Auswert – und Umkleideraum.

Nach 1200 geleisteten Arbeitsstunden, allen voran 2. Schützenmeister Herbert Jäckle und Thomas Beggel, konnte am 1. Februar 2004 die neue Anlage durch Pfarrer Fritz Schropp feierlich eingeweiht werden.

Am 21. Januar 2006 wurde das 95 jährige Gründungsjubiläum dann gefeiert, mit Kirchenzug, Festmesse zelebriert vom Stadtpfarrer Josef Baur, anschießender Kranzniederlegung am Ehrenmal und der Mitgliederversammlung im Gasthaus Albrecht.

Sebastian Harder wurde zum Ehrenvorstand ernannt. Er war 15 Jahre lang 1. Schützenmeister im Verein.

Am Samstag den 22.Januar 2011 wurde das 100jährige Vereinsjubiläum gefeiert. Aus diesem Anlass fand ein Festgottesdienst unter der Leitung von Pfarrer Josef Baur statt. Anschließend Festabend im Gasthaus Albrecht mit Festreden und Ehrungen, dazu spielte die Musikkapelle Ebershausen. 

Das 58. Gauschießen wurde vom 1.4.-17.4.2011 in der Halle von Familie Martin Sauter ausgetragen. Hier wurden von vielen fleißigen Helfern 23 Schießstände sowie Auswertraum, Küche und ein Schützenstüble eingebaut.

Vom 23.6.2011-26.6.2011 fand das Gauschützenfest auf dem Festplatz bei Holz-Bonenberger statt. Höhepunkte waren hier sicherlich der feierliche Feldgottesdienst mit Segnung der neuen Gaustandarte am Kreuz bei der Wasserreserve, sowie der Festumzug am 26.6.2011.

Beendet wurde dieses Festjahr mit dem Gauschützenball am 22.10.2011 im Gasthaus Keller.

Unter der Leitung von 1. Schützenmeister Hans Dreher und 2. Schützenmeister Herbert Jäckle  wurde dieses Gauschießen mit sage und schreibe 835 Teilnehmern ein voller Erfolg. Gerne werden die vielen Helfer an dieses unvergessliche Ereignis zurückdenken.

 

Nach 24.-jähriger (1990-2014) ehrenamtlicher, erfolgreicher Tätigkeit als 1. Schützenmeister des Schützenvereins Ebershausen- Seifertshofen stellte sich Johann Dreher bei der Mitgliederversammlung 2014, wie angekündigt, nicht mehr zur Wiederwahl. So kann man sagen, dass Dreher somit die längste Zeit in der gut 100-jährigen Geschichte des Schützenvereins 1. Schützenmeister und Vorstand war. Etwas länger war noch Jakob Stiegeler (1919-1953) als Vorstand tätig. Aber in diese Zeit fallen die Jahre des 2. Weltkriegs und die Zeit der amerikanischen Besatzungsmacht, wo das Schützenwesen verboten war. Dreher war der neunte Vorstand des Vereins. Leider wurde in der Versammlung kein Nachfolger für ihn gefunden. Herzlichen Dank für seine Arbeit sprachen ihm 2. Bürgermeister Anton Atterer von der Gemeinde und Georg Ries vom Schützenverein aus.

 

 Allgemein zum Schießbetrieb der letzten Jahre:

Die jährlichen Rundwettkampf Aktivitäten der 1, 2, Jugend und Schülermannschaften.

Das Preis und König Schießen mit ca. 10 Schießabenden

Die Geselligkeitsschießen wie Weihnacht. – Faschings. – und Eierschießen

Und die traditionelle Kranz und Wurstverlosung an „Heilig Drei König“.